Ermland und Masuren sind die beliebtesten Reiseziele im ost-nördlichen Teil Polens. Charakteristisch für diese Region ist riesige Anzahl von Seen. Auf diesem Gebiet gibt es insgesamt ca. 2700 Wasserbecken, die größer als ein Hektar sind. Die Hauptstadt von Masuren ist Lyck (Ełk). Hier stehen die Ruinen der Kreuzritterburg aus dem 15. Jahrhundert oder Häuser aus Anfang des 20. Jahrhunderts. Die hundertjährige schmalspurige Eisenbahn, die als Technikdenkmal anerkannt wurde, macht die Stadt besonders interessant für die Besucher. Die alte Dampflokomotive zieht langsam die kippeligen Waggons mit Touristen in alle zauberhaften Ecken des Lycker Landes. Die nächste sehenswerte Stadt ist Angerburg (Węgorzewo). Die Stadt war noch vor 70 Jahren „Masurentor“ genannt. Diese Bezeichnung leitet sich davon her, dass von hier die Seefahrer zu ihrer Reise aufbrachen. Die Stadt rühmt sich heute der zweitgrößten See Polens – Mamry. In benachbarten Dörfern stehen jedem Touristen nicht nur Hotels, Bungalows und Pensionen als Übernachtungsmöglichkeiten sondern auch volle Segelausrüstung und Fahrräder zur Verfügung. Zu den bekannten Denkmälern zählen eine Burg aus dem 14. Jahrhundert und eine gotische Kirche mit Barockaltar. Für Musikfans ist das Rockfestival im Sommer zu empfehlen. Eine einzigartige, in gotischem Stil erbaute Kreuzritterburg in dieser Region steht in Rastenburg (Kętrzyn). Laut Quellen die Burg wurde erst nach der Erteilung dem Dorf der Stadtrechte (1357) errichtet. Sehenswert sind auch Festung – Boyen mit 6 Bastionen in Lötzen (Giżycko ) und gotische Burg der Bischöfe von Ermland („Perle des Nordens“), in der Nikolai Kopernikus gewohnt hat.